CHINA - Rundreise
06. bis 26. September 2010


von Erika C. Münch

Yangtsekiang

6. Tag - Montag, 13.09.2010


Wir sind schon um 5.45 Uhr aufgestanden um mitzuerleben wie das Schiff ablegt und durch die erste große Schlucht (Xiling-Schlucht) fährt.


Das Wasser ist braun, total schlammig und verdreckt. Unser Bordguide Jens erzählt uns einiges zu dieser Schlucht und das sich in punkto Umweltschutz nun auch hier einiges ändern wird. Bei dieser Yangtse-Fahrt sieht man seltsamerweise kaum Vögel, ab und zu mal einen schwarzen Schmetterling, die ich leider vergeblich versucht habe zu fotografieren. Nach dem Frühstück trafen wir uns alle erst einmal in der Lobby, das ist ein großes Durcheinander, wir sind ja nicht die einzige Gruppe an Bord. Alle bekommen eine Bordcard und dann ging es durchs Schiff nach unten, fast schon am Maschinenraum, dann durch eine Tür auf ein neben uns liegendes Schiff, wieder nach oben und über die Gangways von Bord, rein in einen Bus und Fahrt zum Drei-Schluchten-Staudamm.


Wir schauen uns zuerst ein großes Modell der gesamten Anlage an, der Übersicht wegen. Ein gewaltiges umstrittenes Großprojekt Maos. Die Bevölkerung sieht das allerdings etwas anders, aber mittlerweile hat man sich an die Annehmlichkeiten bei der Schifffahrt daran gewöhnt. Leider sind bei der Flutung des Stausees viele Dörfer und Städte zerstört und umgesiedelt worden. Messer, Streichhölzer und Korkenzieher mußten wir an Bord lassen, da wir noch durch Sicherheitskontrollen mußten. Das fand ich sehr lustig und stellte mir einen Comic mit Asterix und Obelix vor, wobei Obelix mit einem Korkenzieher versucht die Staumauer zu zerstören und Asterix einen Korken reinsteckt oder Mc.Gyver rettet den Damm.


Das Wetter ist herrlich und wir genießen den Vormittag mit einer Fotosession am Staudamm. Mit ungeheurem Druck strömen riesige Wassermassen unterhalb der Staumauer in den Yangtse. Mehrere große Arbeitsbühnen hängen von der Mauerkrone herab, auf der Arbeiter beschäftigt sind. Sieht aus, als wenn sie die Mauer reinigen.
Nach dem Mittagstisch an Bord begann die Fahrt durch die fünfstufige Schleuse, was mehr als drei Stunden gedauert hat.


Mehrere Schiffe passen eng zusammen in die einzelnen Schleusenkammern. Beeindruckend die riesigen Tore. An Bord haben wir uns zwischenzeitlich Ganzkörperlich massieren lassen (45 Minuten für 20,- Euro). Der Kapitän lud zum Umtrunk ein und nach dem Abendessen wurden historische Trachten gezeigt. Wir blieben aber in unserer Kabine und genossen die Aussicht. Nach kurzer Zeit sind wir dann auch eingeschlafen.





Zurück zum 12.09. 2010



Weiter zum 14.09.2010



HOME