Reise nach
Bangkok
Chiangmai
Phuket
Hongkong


11. März bis 01. April 1973


von
Friedhelm Lichtenknecker

Die erste Reise in den fernen Osten


Heute, 2025 sind es unglaubliche 52 Jahre her, als ich meine erste Reise in den fernen Osten machte. Ich flog für drei Wochen, damals noch mit
Zwischenlandung auf Ceylon (heute Sri Lanka) nach Bangkok. Der Fernreise Tourismus befand sich noch im Anfangsstadium.

1973
Das ist ein faszinierendes Stück Luftfahrtgeschichte!
Die frühen 70er Jahre markierten für Condor den mutigen Schritt in das "Jumbo-Zeitalter".
Dass ein Ferienflieger damals das größte Flugzeug der Welt einsetzte, war eine kleine Sensation.
Hier sind die Details zu den ersten Schritten der Condor Boeing 747 in Richtung Bangkok:
Der Startschuss: Die "Dampfer" der Condor
Condor war die erste Charterfluggesellschaft weltweit, die eine Boeing 747-100 betrieb.
Die erste Maschine (Kennzeichen: D-ABYF) wurde im April 1971 ausgeliefert.
• Der Erstflug nach Bangkok: Die regelmäßigen Charterflüge nach Bangkok begannen kurz nach der Einflottung der 747 im Jahr 1971.
• Das Flugerlebnis: Damals war Thailand noch ein absolutes Exotik-Ziel.
Die 747 bot Platz für bis zu 470 Passagiere (in einer sehr engen Bestuhlung im Vergleich zur Lufthansa-Linie).
Die Route: Da die 747-100 vollbesetzt nicht die Reichweite für einen Nonstop-Flug von Frankfurt nach Bangkok hatte,
gab es meistens einen Zwischenstopp – oft in Karatschi (Pakistan), Neu-Delhi (Indien) oder auf Ceylon zum Auftanken.
Warum war das so besonders?
In den frühen 70ern war Bangkok für den deutschen Pauschaltouristen fast so weit weg wie der Mond.
Condor machte den Luxus des "Jumbos" für Normalverdiener erschwinglich.
Das Jahr 1973/74 war für Condor und die Strecke nach Bangkok ein absolutes Rekordjahr, das aber auch gesellschaftlich hohe Wellen schlug.
Die Boeing 747 verwandelte den Flug nach Thailand von einer exklusiven Luxusreise in ein Massenphänomen.

"Bums-Bomber" und das Image
Interessanterweise stammt der berüchtigte Spitzname "Bums-Bomber" genau aus dieser Zeit.
Ein Artikel im SPIEGEL von Februar 1974 beschreibt, wie die schiere Kapazität der Condor-Jumbos (fast 500 Plätze) den Tourismus in Bangkok massiv veränderte.
1973 besuchten bereits rund 62.000 Westdeutsche Bangkok – eine Zahl, die ohne die Charter-Riesen undenkbar gewesen wäre.


Flug Sonntag 11.3.1973 mit Condor Boeing 747
Start: Frankfurt am Main (FRA).
* Route über Europa: Flug Richtung Südosten über Österreich und den Balkan (Jugoslawien).
* Naher Osten: Überquerung der Türkei und des Irans.
* Indischer Ozean: Kurs Richtung Südostasien über das Arabische Meer.

Hier im Bild der Überflug des Zāgros-Gebirges im Iran.

* Zwischenstopp: Colombo, Ceylon (heute Sri Lanka).
Der Flughafen Bandaranaike diente als wichtiger Drehpunkt für den aufstrebenden Tourismus im Indischen Ozean.
Unterhaltung während des Fluges
In einer Condor Boeing 747im Jahr 1973/74 einen Film zu sehen, war technisch ein kleines Wunderwerk.
Das System: Inflight Motion Pictures
Damals gab es natürlich noch kein Netflix oder digitale Dateien. Das System funktionierte tatsächlich mit echtem 16mm- oder 35mm-Zelluloidfilm.
* Der Projektor: Meistens befand sich ein massiver Projektor in der Deckenverkleidung oder in einem speziellen Schrank im vorderen Teil der Kabine.
* Die "Bildschirme": Das waren keine Monitore, wie wir sie heute kennen, sondern ausfahrbare Leinwände. Wenn der Film startete, wurden diese mechanisch heruntergefahren, die Fensterblenden mussten geschlossen werden, und der Projektor ratterte los.
* Der Ton: Das war der abenteuerlichste Teil. Der Ton kam über pneumatische Kopfhörer – im Grunde hohle Plastikschläuche,
die den Schall wie ein Stethoskop direkt in die Ohren leiteten. Die Klangqualität war... sagen wir mal, "authentisch".
Warum das so besonders war
Condor war eine der ersten Ferienfluggesellschaften, die die Boeing 747-100 einsetzte. Dass man auf der Langstrecke nach Bangkok
(was damals noch Zwischenstopps bedeutete, oft in Karatschi oder Kalkutta) mit Filmen unterhalten wurde, war das Hauptverkaufsargument für den "Urlaubsjet".
> Fun Fact: Da es nur eine Filmrolle gab, sahen alle Passagiere gleichzeitig denselben Film. Wenn der Film riss oder die Spule klemmte,
war das Kinoprogramm für das ganze Flugzeug beendet – und die Flugbegleiter mussten als Mechaniker einspringen.

Ceylon


Über zwei lange Treppen verlassen wir unsere Boeing 747 Jumbo Jet der Condor und laufen ca. 100 Meter über das Rollfeld zum kleinen Gebäude des Flughafens der Insel Ceylon. Knapp zwei Stunden halten wir uns in der Halle auf, in der es nur einen Souveniershop und ein paar Sitzreihen gibt,
sonst nichts.



* Ziel: Weiterflug über den Golf von Bengalen nach Bangkok (Don Mueang Airport).

1973 ein großes Drehkreuz für nationale und internationale Flüge. Beim Ausstieg spürte ich auf der Gangway zum ersten Mal diese unglaubliche, feuchte Hitze.
Es waren noch 30 Grad, obwohl die Sonne schon untergegangen war.
Ca. 45 Minuten dauerte die Fahrt mit einem kleinen Bus durch eine andere Welt. Es war dunkel, die Straßen spärlich beleuchtet. Die Geschäfte am Straßenrand meist geschlossen und mit Gittern versehen. Noch kann ich mich nicht begeistern. Wir halten am Ende der Ratchadamnoen Avenue vor dem Hotel Royal. Eine breite Treppe führt hinauf zur Lobby. Links die Rezeption, viel dunkles Teakholz, alles etwas ältlich.



Bangkok
Royal Hotel
2 Ratchadamnoen Ave, Wat Bowon Niwet, Phra Nakhon, Bangkok 10200, Thailand

Das Royal Hotel kurz nach seiner Eröffnung 1942
Heute, 2025 sind es unglaubliche 52 Jahre her, als ich meine erste Reise in den fernen Osten machte. Ich flog für drei Wochen, damals noch mit
Zwischenlandung auf Ceylon (heute Sri Lanka) nach Bangkok. Der Fernreise Tourismus befand sich noch im Anfangsstadium.

1973
Das ist ein faszinierendes Stück Luftfahrtgeschichte!
Die frühen 70er Jahre markierten für Condor den mutigen Schritt in das "Jumbo-Zeitalter".
Dass ein Ferienflieger damals das größte Flugzeug der Welt einsetzte, war eine kleine Sensation.
Hier sind die Details zu den ersten Schritten der Condor Boeing 747 in Richtung Bangkok:
Der Startschuss: Die "Dampfer" der Condor
Condor war die erste Charterfluggesellschaft weltweit, die eine Boeing 747-100 betrieb.
Die erste Maschine (Kennzeichen: D-ABYF) wurde im April 1971 ausgeliefert.
• Der Erstflug nach Bangkok: Die regelmäßigen Charterflüge nach Bangkok begannen kurz nach der Einflottung der 747 im Jahr 1971.
• Das Flugerlebnis: Damals war Thailand noch ein absolutes Exotik-Ziel.
Die 747 bot Platz für bis zu 470 Passagiere (in einer sehr engen Bestuhlung im Vergleich zur Lufthansa-Linie).
Die Route: Da die 747-100 vollbesetzt nicht die Reichweite für einen Nonstop-Flug von Frankfurt nach Bangkok hatte,
gab es meistens einen Zwischenstopp – oft in Karatschi (Pakistan), Neu-Delhi (Indien) oder auf Ceylon zum Auftanken.
Warum war das so besonders?
In den frühen 70ern war Bangkok für den deutschen Pauschaltouristen fast so weit weg wie der Mond.
Condor machte den Luxus des "Jumbos" für Normalverdiener erschwinglich.
Das Jahr 1973/74 war für Condor und die Strecke nach Bangkok ein absolutes Rekordjahr, das aber auch gesellschaftlich hohe Wellen schlug.
Die Boeing 747 verwandelte den Flug nach Thailand von einer exklusiven Luxusreise in ein Massenphänomen.

"Bums-Bomber" und das Image
Interessanterweise stammt der berüchtigte Spitzname "Bums-Bomber" genau aus dieser Zeit.
Ein Artikel im SPIEGEL von Februar 1974 beschreibt, wie die schiere Kapazität der Condor-Jumbos (fast 500 Plätze) den Tourismus in Bangkok massiv veränderte.
1973 besuchten bereits rund 62.000 Westdeutsche Bangkok – eine Zahl, die ohne die Charter-Riesen undenkbar gewesen wäre.


Flug Sonntag 11.3.1973 mit Condor Boeing 747
Start: Frankfurt am Main (FRA).
* Route über Europa: Flug Richtung Südosten über Österreich und den Balkan (Jugoslawien).
* Naher Osten: Überquerung der Türkei und des Irans.
* Indischer Ozean: Kurs Richtung Südostasien über das Arabische Meer.

Hier im Bild der Überflug des Zāgros-Gebirges im Iran.

* Zwischenstopp: Colombo, Ceylon (heute Sri Lanka).
Der Flughafen Bandaranaike diente als wichtiger Drehpunkt für den aufstrebenden Tourismus im Indischen Ozean.
Unterhaltung während des Fluges
In einer Condor Boeing 747im Jahr 1973/74 einen Film zu sehen, war technisch ein kleines Wunderwerk.
Das System: Inflight Motion Pictures
Damals gab es natürlich noch kein Netflix oder digitale Dateien. Das System funktionierte tatsächlich mit echtem 16mm- oder 35mm-Zelluloidfilm.
* Der Projektor: Meistens befand sich ein massiver Projektor in der Deckenverkleidung oder in einem speziellen Schrank im vorderen Teil der Kabine.
* Die "Bildschirme": Das waren keine Monitore, wie wir sie heute kennen, sondern ausfahrbare Leinwände. Wenn der Film startete, wurden diese mechanisch heruntergefahren, die Fensterblenden mussten geschlossen werden, und der Projektor ratterte los.
* Der Ton: Das war der abenteuerlichste Teil. Der Ton kam über pneumatische Kopfhörer – im Grunde hohle Plastikschläuche,
die den Schall wie ein Stethoskop direkt in die Ohren leiteten. Die Klangqualität war... sagen wir mal, "authentisch".
Warum das so besonders war
Condor war eine der ersten Ferienfluggesellschaften, die die Boeing 747-100 einsetzte. Dass man auf der Langstrecke nach Bangkok
(was damals noch Zwischenstopps bedeutete, oft in Karatschi oder Kalkutta) mit Filmen unterhalten wurde, war das Hauptverkaufsargument für den "Urlaubsjet".
> Fun Fact: Da es nur eine Filmrolle gab, sahen alle Passagiere gleichzeitig denselben Film. Wenn der Film riss oder die Spule klemmte,
war das Kinoprogramm für das ganze Flugzeug beendet – und die Flugbegleiter mussten als Mechaniker einspringen.

Ceylon


Über zwei lange Treppen verlassen wir unsere Boeing 747 Jumbo Jet der Condor und laufen ca. 100 Meter über das Rollfeld zum kleinen Gebäude des Flughafens der Insel Ceylon. Knapp zwei Stunden halten wir uns in der Halle auf, in der es nur einen Souveniershop und ein paar Sitzreihen gibt es, sonst nichts.



* Ziel: Weiterflug über den Golf von Bengalen nach Bangkok (Don Mueang Airport).

1973 ein großes Drehkreuz für nationale und internationale Flüge. Beim Ausstieg spürte ich auf der Gangway zum ersten Mal diese unglaubliche, feuchte Hitze.
Es waren noch 30 Grad, obwohl die Sonne schon untergegangen war.
Ca. 45 Minuten dauerte die Fahrt mit einem kleinen Bus durch eine andere Welt. Es war dunkel, die Straßen spärlich beleuchtet. Die Geschäfte am Straßenrand meist geschlossen und mit Gittern versehen. Noch kann ich mich nicht begeistern. Wir halten am Ende der Ratchadamnoen Avenue vor dem Hotel Royal. Eine breite Treppe führt hinauf zur Lobby. Links die Rezeption, viel dunkles Teakholz, alles etwas ältlich.



Bangkok
Royal Hotel
2 Ratchadamnoen Ave, Wat Bowon Niwet, Phra Nakhon, Bangkok 10200, Thailand



Das Zimmer, sagen wir ist OK. Zwar sauber, aber alt, etwas düster. Die Staubflocken behaftete Klimaanlage, die damals fast immer ins Fenster eingebaut war, schepperte vor sich hin. Der Blick geht hinten raus zum Pool, den man über eine Feuertreppe im ersten Stock erreicht.

Das 1942 eröffnete Royal Hotel hat schon bessere Zeiten gesehen. Eine große, geschwungene Treppe führt in den ersten Stock. Es gibt zwei Etagen. Wenn man die Treppe hinauf kommt, läuft man direkt an einem großen Schreibtisch vorbei, an dem ein Mitarbeiter sitzt und sofort fragt ob er denn eine nette Begleitung für mich besorgen soll. Es ist also kein Problem wenn mal jemand mit aufs Zimmer kommt.

In der Lobby gibt es noch eine kleine Bar und den Frühstücksraum.
Vor der Tür stehen die Taxifahrer, die begierig jeden ansprechen der das Hotel verlässt um ihn gerne in die von ihm vorgeschlagenen Bars oder Taylor Shops zu fahren.

Hier haben wir auch Louis kennengelernt, der uns mehrfach, sehr zuverlässig dahin gebracht hat wohin wir wollten, was nicht bei allen Fahrern selbstverständlich ist.

Louis fuhr mich auch zu einem Schneider, der auf Maß schneiderte. Es gab 5 Hemden und zwei Hosen zu einem Preis für den ich Zuhause gerade mal eine Hose und ein Hemd bekommen hätte. Es dauerte zwei Tage, dann war alles fertig und passte auch wie angegossen.



Zu Fuß ging ich vom Hotel nach rechts die Ratchadamnoen Avenue hinunter, bis zum Demokratie Denkmal, welches 1939 von Generalmajor Phibunsongkhram in Auftrag gegeben wurde, um an den Umsturz von 1932 zu erinnern, der zur Einführung der konstitutionellen Monarchie im damaligen Königreich von Siam führte.

An der nordöstliche Straßenseite, 149 Prachathipatai Rd., steht ein halbrundes, flaches Gebäude.
Heute (2025) แสงสว่างคลับ (Lichtclub). Damals eine Bar und Restaurant, ein beliebter Treffpunkt vieler GI‘s, die hier ihren Front-Urlaub genossen. Am Abend war hier immer viel los. Auf der Straße, vor der Tür standen Mädchen und Ladyboys um die Passanten ins Lokal zu locken.

Vom Demokratie Denkmal gehe ich in Richtung Wat Suthat Thepwararam Ratchaworamahawihan, den Tempel mit der Schaukel.


Weiter führte mein Weg durch die Bamrung Mueang Rd. bis rauf zum Golden Mount, dem Wat Saket mit seiner goldenen Spitze, von deren Plattform man eine tolle Aussicht über Bangkok hatte

Louis, der uns tagsüber zu den beeindruckenden Sehenswürdigkeiten Bangkoks führte – darunter der prächtige, goldene Tempel Wat Phra Khaeo, der liegende Buddha im Wat Pho und auf der anderen Flussseite der Tempel der Morgenröte, Wat Arun – zeigte uns am Abend eine ganz andere Seite der Stadt. Er brachte uns in die Bars entlang der Sukhumvit Road und ins berüchtigte Nana-Viertel. Besonders zu erwähnen ist hier die Bar „Nana Rose“ (45–7 Soi Nana, Sukhumvit Road), ein legendärer Ort, an dem sich während des Vietnamkriegs viele GIs in ihrem kurzen Fronturlaub vergnügten – ebenso wie zahlreiche alleinreisende, ältere Herren aus Deutschland. Und, na ja... ich auch – obwohl ich damals gerade mal 20 war.
Vor der Reise gab mir mein Vater eine Visitenkarte der Nana Rose Bar, die er von einem Kollegen bekommen hatte, der wohl auch in Bangkok war. Mehr hat er mir nicht dazu gesagt, ich musste es selbst entdecken.
Nana Rose: Dieser Name ist eng mit der frühen Bar-Szene und der Entwicklung des Viertels während der Vietnamkriegs-Ära (R&R - Rest and Relaxation für US-Soldaten) verknüpft.
In dieser Zeit entstanden die ersten Guesthouses und Bars, die das Fundament für den heutigen Ruf des Viertels legten.

Es gab viel Musik, Bühnenprogramme – und die Getränke waren billig.
An diesem Abend hatte ich eine nette Begleitung, die bis zum Morgen blieb.
Leider habe ich ihren Namen nicht behalten.

Hier ist der Wat Phra Khaeo mit dem Smaragd Buddha.





Mit einem Longtailboot fahre ich durch die Klongs – ein sehr langes, schmales Boot, das von einem LKW-Motor angetrieben wird. Dieser ist über eine lange Stange mit der Schiffsschraube verbunden. Mit beachtlicher Geschwindigkeit und erheblichem Lärm geht es über den Chao Phraya-Fluss und weiter durch die Klongs, die Bangkok den Beinamen „Venedig des Fernen Ostens“ eingebracht haben. Hier leben die Menschen in einfachen Holzhütten, die auf Stelzen im Wasser stehen. Die Kinder und auch die Erwachsenen schauen unserem Boot neugierig hinterher, sie winken und rufen.



Am Ufer des Chao Praya steht der Wat Kalayanamit Woramahawihan.


Ein weiterer Ausflug mit Louis: In der Nähe Bangkoks gab es eine Krokodilfarm mit Hahnenkämpfen und frei lebenden Affen.
Wir sehen Thaiboxen und auch eine Vorführung der mystischen, thailändischen Tänze.



Ein Foto mit Schlange gibt es auch noch für mich.


Das Siam Intercontinental Hotel war ein Luxushotel in Bangkok. Es stand an der Rama I Road, im heutigen Stadtteil Siam im Bezirk Pathum Wan, auf einem vom Sa Pathum Palace gepachteten Grundstück. Es wurde 1966 als Teil der Intercontinental-Hotelkette von Pan Am eröffnet und von der Bangkok Intercontinental Hotels Company betrieben. Es stand bis 2002, als es abgerissen wurde, um Platz für das Einkaufszentrum Siam Paragon zu schaffen. Das Siam InterContinental war Bangkoks erstes Luxushotel einer internationalen Marke und war besonders bekannt für das markante Design seines Hauptgebäudes, das vom amerikanischen Architekten Joseph P. Salerno entworfen wurde.


Ebenso in der Rama I Road stand das erste große Kaufhaus Bangkoks, gerade neu eröffnet, Central Departement Store. Hier habe ich ein Buch gefunden über Angkor Wat in Kambodscha. Der Traum vieler Fernost Reisender dieser Zeit, aber wegen Des Krieges und der roten Khmer unerreichbar für uns.



Auf dem Weg nach Ayutthaya halten wir am alten Bang Pa-In Königspalast, dessen filigrane Pavillons wie Juwelen auf den glitzernden Flächen miteinander verbundener Seen zu schweben scheinen. Die spiegelnden Wassern lassen die kunstvoll verzierten Dächer und Säulen doppelt erscheinen, als hätten sie einen stillen Tanz mit der Sonne einstudiert.



Zu Fuß laufen wir zu den ehrwürdigen Ruinen der ehemaligen Hauptstadt des Königreichs Siam, Ayutthaya. Zwischen überwucherten Mauern und zerfallenen Tempeln spürt man die Geschichte, deren Wiederherstellung 1956 begann, doch noch nicht so weit fortgeschritten war – ein Ort, an dem die Zeit selbst zu verweilen scheint.



Ein weiterer Ausflug in die Provinz Chonburi, chinesische Friedhöfe mit prächtigen Grabmälern im südchinesischem Stil.


Weiter nach Chonburi und dem Wat Phra Pathom Chedi in Nakhon Pathom etwa 50km westlich von Bangkok.


Dann haben wir Kanchanaburi, ganz im Westen Thailands erreicht. Die Grenze zu Burma ist nahe. Ich bin an der weltberühmten Brücke am River Kwai. Die alte Eisenbahnbrücke erhebt sich über den Fluss, ein Stück Geschichte aus Stahl und Nieten, umgeben von satten Wiesen und Palmen, die sich sanft im Wind wiegen. Am Ufer lasse ich mich nieder, verweile einen Moment und schaue auf das ruhige Dahinströmen des Wassers. Die Oberfläche glitzert im Sonnenlicht, während am Rand einige Longtailboote leise schaukeln, als warteten sie auf ihre nächste Fahrt. Schließlich steige ich in eines von ihnen, und schon rast es mit tosendem Motor flussabwärts, der Fahrtwind zerrt an mir, während das Ufer vorbeizieht wie ein lebendiger Film.


Die Fahrt endet am Chungkai War Cemetery, einem stillen Ort der Erinnerung. Zwischen akkurat gepflegten Gräbern und schattenspendenden Bäumen lastet eine erdrückende Stille. Hier, wo tausende Gefallene ihre letzte Ruhe fanden, scheint die Zeit einen Moment stillzustehen – und die Tragik des Brückenbaus wird spürbar, wie ein Nachhall, der sich nicht vertreiben lässt.


Von der hölzernen Brücke der Damnoen Saduak Road schweift unser Blick hinab auf das wogende Gewimmel des schwimmenden Marktes. Wie ein Mosaik aus bunten Farben drängen sich die schlanken Holzboote dicht an dicht, beladen mit dem Reichtum tropischer Fülle. Überbordende Körbe von Mangos, Kokosnüssen und duftenden Kräutern spiegeln sich im träge dahinfließenden Wasser. Auf wackligen Kohleöfen zischen Pfannen, es wird gebraten, gegrillt und gekocht, der Rauch zieht in dünnen Schwaden über die Menge. Zwischen den Händlerbooten manövrieren Käufer ihre Kähne, drängen sich durch das flutende Durcheinander, rufen, handeln, lachen – und alles scheint zugleich Chaos und Harmonie zu sein.



Hier ist das VIDEO von Thailand


Drei Tage
Chiangmai
Lamphun


Mit dem Flieger nach Chiangmai im Norden Thailands, für drei Tage.
Ich war am Wat Phra That Hariphunchai in Lamphun, einem beeindruckenden, goldenen Tempel,
den ich 2017 mit Erika zusammen wiedergesehen habe.
250 km sind es noch bis zum Goldenen Dreieck, damals aber für uns unerreichbar, da sich rivalisierende Opiumbauern in dieser Gegend bekämpften. Die Auswirkungen des Vietnamkrieges, dazu der Krieg im nahen Laos und im Grenzgebiet zu Myanmar. Eine gefährliche Gegend. Ein kleines Dorf in den Bergen habe ich noch besucht, neugierig umringt von Kindern und auch älteren Dorfbewohnern. Es war ein Ereignis wenn fremde, weiße Menschen in diese Gegend kamen.


Tief im Dschungel, nördlich Chiangmai bin in einem Elefantencamp, noch werden die Elefanten als Arbeitstiere beim Holztransport eingesetzt,
nicht als Touristen Attraktion, nicht zum vergnügen der Fremden. Weiter nach Norden, Richtung Chiangrai geht es nicht.
Eine Weiterreise wäre zu gefährlich.





Hier ist das VIDEO von Chiangmai & Phuket


19.3. - 24.3.1973
Phuket

Bungalowanlage Phuket Island Resort

Für fünf Tage flog ich nach Phuket, die kleine Insel im Süden Thailands, die noch ein Geheimtip war, unberührte Natur, schöne Strände und Dschungel.

Am kleinen Flughafen werden wir von einem schweizer Reiseleiter mit einem Kleinbus empfangen und in unser Hotel gefahren.
Eine der wenigen Anlagen, die es zu dieser Zeit gab. Einsam gelegen an der südöstlichen Spitze der Insel, möglicherweise oberhalb des Rawai Strandes auf einer kleinen Halbinsel. Leider kann ich heute (2025) nicht mehr die genaue Lage dieser kleinen Bungalow Anlage bestimmen.




Ein abendliches Dinner im Phuket Island Resort.


Eine Gummiplantage haben wir besichtigt und zum ersten Mal gesehen wie das flüssige, weiße Gummi aus den angeritzeten Bäumen in davor gehängte halbe Kokosnussschalen läuft. Danach zu dünnen Tuch ähnlichen Platten verarbeitet und an der Sonne getrocknet werden.

Mit dem Longtailboot fuhren wir zum Ko Tapu Felsen in der Phang-Nga-Bucht, der ab Dezember 1974 als „James Bond Felsen“ im Film „Der Mann mit dem goldenen Colt“ weltweit berühmt wurde. Im November 1973 begannen hier die Dreharbeiten. Niemand störte die Ruhe der Insel, keine anderen Boote, keine Menschen, nur die Natur.


Weiter unter den hängenden Felsen am Lot Cave und zu den Seezigeunern auf Panyee Island, wo wir herzlich begrüßt wurden.
Fremde waren noch eine Ausnahme und wurden von den Bewohnern, vor allem von den Kindern neugierig in Augenschein genommen.
Der Tourismus war hier noch nicht erfunden.


Da denke ich gerne an Pam, die mich drei Tage unter anderem auf eine winzige, unbewohnte Insel in der Andamanensee begleitete. Sie hatte ich am Abend vorher in einem kleinen Lokal in Phuket kennengelernt und sie blieb bei mir bis zu meiner Abreise. Zu der Zeit gab es auch noch keine Vergnügungsviertel, wie es sie jetzt sehr viele auf Phuket gibt. Die Stadt, eigentlich eher das Dorf war ziemlich dunkel, keine bunten Lichter oder Reklamen, keine Menschenmassen.

Auch diese kleine Insel, zu der wir gefahren sind kann ich heute nicht mehr verorten.
Es müsste aber Koh Bon (7°45'23.2"N 98°19'55.4"E), ca. 1,5 km vor der südlichsten Spitze Phukets sein, aber genau weiß ich es nicht.

Ein von Pam organisiertes kleines Boot setzte unsere sechsköpfige Gruppe am frühen Morgen nach etwa 45 Minuten Fahrt vor einem abgelegenen,
weißen Sandstrand ab. Mit dabei waren ein junges Ehepaar, ein alleinreisender Mann mit seiner einheimischen Begleiterin, Pam und ich.

Die letzten Meter legten wir durch hüfthohes, warmes Wasser zurück, da es keinen Steg gab. Oberhalb des Strandes, auf einem kleinen Plateau, stand eine schlichte Bambushütte vor der eindrucksvollen Kulisse des dichten Dschungels. Fünf steinerne Stufen führten hinauf. Die Hütte bestand aus einem offenen Bereich mit Sitzgelegenheiten sowie einem geschlossenen Raum mit Tür.

Der Strand selbst erstreckte sich über etwa 100 Meter, feiner weißer Sand, der sanft in das Meer überging. Das Wasser war glasklar und schimmerte in leuchtenden Türkistönen.

Wir haben Getränke und Wasser mitgebracht, ebenso Krabben und Fisch. Wir grillten am offenen Feuer vor der kleinen Hütte.
Das 30° warme Wasser lud zum schwimmen ein - für uns ein besonderer Tag.
Gegen Abend holte uns das Boot wieder ab.



Die KI hat geholfen das Foto aus meinem Super-8 Film zu verbessern.

2026 - Noch mehr KI, so sah sie aus.
... und ohne Sonnenbrille.

Wenn es sie noch gibt könnte sie heute so aussehen,
mit ca. 75 Jahren, sagt die KI.


Hier ist das VIDEO von Chiangmai & Phuket


26.3. - 30.3.1973
Flug mit Cathay Pacific nach
Hongkong


Hyatt Regency Hotel
67 Nathan Road, Kowloon

Knapp drei Stunden dauert der Flug, dann lande ich auf dem Kai Tak Airport Hongkong.


Der Anflug ist spektakulär, er geht tief über die Wolkenkratzer hinunter auf die ins Meer gebaute Start-und Landebahn. Nur weinge Piloten haben die Lizenz auf diesem Airport zu landen. Fünf Tage in Hongkong, der damals noch Britischen Kronkolonie folgten.



5 Sterne Luxus im Hotel Hyatt Regency Hongkong im Stadtteil Kowloon.


Am Hotel Hyatt Regency an der Nathan Road.

Straßenszenen aus Kowloon.


Von der Garden Road fährt die Tram hinauf zum Victoria Peak, von dem man einen fantastischen Blick über Hongkong Island und Kowloon hat.



Ein schmaler Fußweg umrundet den Peak und zeigt mir viele neue Ausblicke auf die Stadt.


Weltberühmt, die Ladder Street. Unzählige Stufen, die Stadt liegt am Hang.



von der Anlegestelle der Starferry im Hongkong Habour setze ich über zur Insel Hongkong.



Lange Zeit das beste Hotel der Welt, 5 Sterne Luxus, steht hier in Hongkong, das Hotel The Mandarin. An der Rezeption frage ich nach Umschlägen und Briefpapier, das gibt es hier mit Schriftzug in Gold.



Mit einer Dschunke fahre ich durch den Hafen von Aberdeen, vorbei an Hochhäusern, die schon ziemlich heruntergekommen aussehen. Das Boot fährt nahe am Wrack des damals größten Luxusdampfers der Welt, der "Queen Elizabeth", die 1969 nach einem Brand versank vorbei und deren Wrack noch halb aus dem Wasser ragte. James Bond hatte ihr seine Zentrale im Film „Der Mann mit dem goldenen Colt“ aus dem Jahr 1973.

Kurz vor Abschluss eines 5 Millionen Pfund teuren Umbaus geriet das Schiff am 9. Januar 1972 in Brand. Die Brände waren vorsätzlich gelegt, da mehrere Brände gleichzeitig im gesamten Schiff ausbrachen. Ein späteres Untersuchungsgericht stellte Brandstiftung durch Unbekannte fest. Da Tung das Schiff für 3,5 Millionen Dollar erworben und für 8 Millionen Dollar versichert hatte, spekulierten einige, das Inferno sei Teil eines Betrugs gewesen, um die Versicherungsforderung einzutreiben. Andere spekulierten, die Brände seien das Ergebnis eines Konflikts zwischen Tung, einem chinesischen Nationalisten,und kommunistisch dominierten Schiffsbaugewerkschaften gewesen.

Das Schiff rollte durch das Wasser der Feuerlöschboote auf die Seite und sank auf den Grund des Victoria Harbour. Das Schiff wurde schließlich als gefährlich eingestuft und zwischen Dezember 1974 und 1975 verschrottet. Teile des Rumpfes, die nicht geborgen werden konnten, sowie Kiel, Kessel und Maschinen blieben auf dem Grund des Hafens liegen. Das Gebiet wurde auf lokalen Seekarten als „Foul“ markiert, um Schiffe davor zu warnen, dort zu ankern. Schätzungsweise lagen noch etwa 40–50 % des Wracks auf dem Meeresboden. Ende der 1990er Jahre wurden die letzten Überreste des Wracks bei Landgewinnungsarbeiten für den Bau des Containerterminals 9 vergraben. Die Position des Wracks lautet 22°19′43″N 114°06′44″E.


Im Hafen von Aberdeen waren wir zum Essen im riesigen, schwimmenden Restaurant Sea Palace, zu dem wir mit einem kleinen Sampan gerudert wurden.
An großen, runden Tischen für jeweils 10 Personen gab es auf einer gläsernen Drehplatte in der Mitte des Tisches viele chinesische Speisen zum aussuchen.

Der Edelsteinforscher und Juwelier Eduard Gübelin fotografierte auf einer seiner Reisen anfangs der 1960er Jahre das erste schwimmende Restaurant. Nebst den vielen sichtbaren Dschunken und Sampans im Hafen eröffnete das Tai Pak Restaurant, gebaut nach Vorbild eines traditionellen, festlandchinesischen Palastes. Um 1980 wurde es an den schwerreichen, ursprünglich aus Hong Kong stammenden Unternehmer Stanley Ho verkauft. Er vereinte drei konkurrierende Restaurantschiffe unter dem königlichen Namen Jumbo Kingdom.
Interessanterweise entstand das dritte Restaurantschiff Jumbo in der Zeit der chinesischen Kulturrevolution. Damals zerstörten sogenannte rote Garden zahlreiche traditionelle Bauten und historische Denkmäler in China. Dieses Restaurant hingegen sollte an einen traditionellen, chinesischen Palast erinnern. Dies ist ein mögliches Indiz dafür, dass sich lokale Bewohnerinnen und Bewohner in Hong Kong mit chinesischen Traditionen verbunden fühlten.
Der schnell berühmte Touristenmagnet zog innerhalb von 44 Jahren über 30 Millionen Gäste an. Das Schicksal des Jumbo-Restaurantboots war dennoch besiegelt: Nach einem Besitzerwechsel wollte es der neue Eigentümer scheinbar nach Kambodscha umplatzieren. 2022 legte das wenig hochseetauglich erscheinende Restaurantschiff ab und ging nur fünf Tage später im südchinesischen Meer unter.



Auch 1973 lag im Hafen von Aberdeen schon ein ausgebranntes Restaurantschiff, es is mittlerweile nicht das einzige geblieben.


Während des Grossen Sprungs nach vorne (1958-1960) und der Kulturrevolution (1966-1976) flüchteten hunderttausende Menschen in die britische Kronkolonie. Zählte Hong Kong im Jahr 1950 noch über zwei Millionen Menschen, so kamen in Zehnjahresabständen neu jeweils etwa eine Million Menschen dazu. Riesige Wohnblöcke für zehntausende Menschen entsctanden, es gab slumartige Zustände.


Im Kontrast zu den ärmlichen Wohnblocks der Blick auf den Strand der Causeway Bay.


Ich fahre in den New Territories Richtung Norden, so weit es geht, bis an den
Hauptgrenzfluss zwischen Hongkong und der Volksrepublik China, dem Sham Chun River, der auch als Shenzhen River bekannt ist.
Dieser Fluss bildet zusammen mit der Deep Bay und der Sha Tau Kok River die natürliche Grenze zwischen Rot-China und Hongkong.
Die Grenze darf nur aus der Ferne betrachtet werden.


28.3.1973

Eigentlich war noch eine Fahrt mit einem Schnellboot nach Macao geplant.
Auf Grund des Wetters wurde diese Fahrt aber abgesagt. Schade - aber, da meine Reisekasse deutlich geschrumpft war, kam es mir ganz gelegen etwas Geld einzusparen.
Nahe des Hyatt Regency Hotels lag das San Francisco Steakhouse in der
67 Peking Road, Kowloon.
Deshalb gab es an diesem Abend erstmal was gutes zu Essen.

San Francisco Steakhouse
67 Peking Road, Kowloon



Bei unserem Besuch in Hongkong 2016 musste ich feststellen, das es dieses Hotel nicht mehr gibt. Jetzt steht ein großer Komplex an der Stelle des Hotels, inclusive dem Standort des damaligen Steakrestaurants. Die Stadt hat sich gewaltig verändert.
Großflächige Landgewinnung haben die Insel Hongkong vergrößert.


Hier ist das VIDEO von Hongkong

31.3.1973
Bangkok Royal Hotel

Rückflug Sonntag 1.4.1973

Rückflug: Bangkok (BKK) → Frankfurt (FRA)
Der Rückweg folgte einer ähnlichen geografischen Logik, nutzte jedoch Karachi als technischen Stopp für Crew-Wechsel oder zum Auftanken.
* Start: Bangkok (BKK).
* Südostasien: Flug über Myanmar (damals Birma) und den Golf von Bengalen.
* Zwischenstopp: Karachi, Pakistan (KHI). Der Jinnah International Airport war in den 70ern der wichtigste Knotenpunkt für fast alle Flüge zwischen Europa und Asien.
* Zentralasien/Nahost: Überquerung von Belutschistan, dem Iran und der Türkei.
* Europa: Rückflug über Südosteuropa nach Deutschland.
* Ziel: Frankfurt am Main (FRA).


Viele weitere Reisen sollten folgen.


Viele dieser Fotos haben eine schlechtere Qualität. Es sind Kopien von Dias und aus meinem Super 8 Film.
Die Original Filme sind in der Rubik:
"My Video"
zu sehen.




7

Das Zimmer, sagen wir ist OK. Zwar sauber, aber alt, etwas düster. Die Staubflocken behaftete Klimaanlage, die damals fast immer ins Fenster eingebaut war, schepperte vor sich hin. Der Blick geht hinten raus zum Pool, den man über eine Feuertreppe im ersten Stock erreicht.

Das 1942 eröffnete Royal Hotel hat schon bessere Zeiten gesehen. Eine große, geschwungene Treppe führt in den ersten Stock. Es gibt zwei Etagen. Wenn man die Treppe hinauf kommt, läuft man direkt an einem großen Schreibtisch vorbei, an dem ein Mitarbeiter sitzt und sofort fragt ob er denn eine nette Begleitung für mich besorgen soll. Es ist also kein Problem wenn mal jemand mit aufs Zimmer kommt.

In der Lobby gibt es noch eine kleine Bar und den Frühstücksraum.
Vor der Tür stehen die Taxifahrer, die begierig jeden ansprechen der das Hotel verlässt um ihn gerne in die von ihm vorgeschlagenen Bars oder Taylor Shops zu fahren.

Hier haben wir auch Louis kennengelernt, der uns mehrfach, sehr zuverlässig dahin gebracht hat wohin wir wollten, was nicht bei allen Fahrern selbstverständlich ist.

Louis fuhr mich auch zu einem Schneider, der auf Maß schneiderte. Es gab 5 Hemden und zwei Hosen zu einem Preis für den ich Zuhause gerade mal eine Hose und ein Hemd bekommen hätte. Es dauerte zwei Tage, dann war alles fertig und passte auch wie angegossen.



Zu Fuß ging ich vom Hotel nach rechts die Ratchadamnoen Avenue hinunter, bis zum Demokratie Denkmal, welches 1939 von Generalmajor Phibunsongkhram in Auftrag gegeben wurde, um an den Umsturz von 1932 zu erinnern, der zur Einführung der konstitutionellen Monarchie im damaligen Königreich von Siam führte.

An der nordöstliche Straßenseite, 149 Prachathipatai Rd., steht ein halbrundes, flaches Gebäude.
Heute (2025) แสงสว่างคลับ (Lichtclub). Damals eine Bar und Restaurant, ein beliebter Treffpunkt vieler GI‘s, die hier ihren Front-Urlaub genossen. Am Abend war hier immer viel los. Auf der Straße, vor der Tür standen Mädchen und Ladyboys um die Passanten ins Lokal zu locken.

Vom Demokratie Denkmal gehe ich in Richtung Wat Suthat Thepwararam Ratchaworamahawihan, den Tempel mit der Schaukel.


Weiter führte mein Weg durch die Bamrung Mueang Rd. bis rauf zum Golden Mount, dem Wat Saket mit seiner goldenen Spitze, von deren Plattform man eine tolle Aussicht über Bangkok hatte

Louis, der uns tagsüber zu den beeindruckenden Sehenswürdigkeiten Bangkoks führte – darunter der prächtige, goldene Tempel Wat Phra Khaeo, der liegende Buddha im Wat Pho und auf der anderen Flussseite der Tempel der Morgenröte, Wat Arun – zeigte uns am Abend eine ganz andere Seite der Stadt. Er brachte uns in die Bars entlang der Sukhumvit Road und ins berüchtigte Nana-Viertel. Besonders zu erwähnen ist hier die Bar „Nana Rose“ (45–7 Soi Nana, Sukhumvit Road), ein legendärer Ort, an dem sich während des Vietnamkriegs viele GIs in ihrem kurzen Fronturlaub vergnügten – ebenso wie zahlreiche alleinreisende, ältere Herren aus Deutschland. Und, na ja... ich auch – obwohl ich damals gerade mal 20 war.

Es gab viel Musik, Bühnenprogramm – und die Getränke waren billig.
An diesem Abend hatte ich eine nette Begleitung, die bis zum Morgen blieb.
Leider habe ich ihren Namen nicht behalten.

Hier ist der Wat Phra Khaeo mit dem Smaragd Buddha.





Mit einem Longtailboot fahre ich durch die Klongs – ein sehr langes, schmales Boot, das von einem LKW-Motor angetrieben wird. Dieser ist über eine lange Stange mit der Schiffsschraube verbunden. Mit beachtlicher Geschwindigkeit und erheblichem Lärm geht es über den Chao Phraya-Fluss und weiter durch die Klongs, die Bangkok den Beinamen „Venedig des Fernen Ostens“ eingebracht haben. Hier leben die Menschen in einfachen Holzhütten, die auf Stelzen im Wasser stehen. Die Kinder und auch die Erwachsenen schauen unserem Boot neugierig hinterher, sie winken und rufen.



Am Ufer des Chao Praya steht der Wat Kalayanamit Woramahawihan.


Ein weiterer Ausflug mit Louis: In der Nähe Bangkoks gab es eine Krokodilfarm mit Hahnenkämpfen und frei lebenden Affen.
Wir sehen Thaiboxen und auch eine Vorführung der mystischen, thailändischen Tänze.



Ein Foto mit Schlange gibt es auch noch für mich.


Das Siam Intercontinental Hotel war ein Luxushotel in Bangkok. Es stand an der Rama I Road, im heutigen Stadtteil Siam im Bezirk Pathum Wan, auf einem vom Sa Pathum Palace gepachteten Grundstück. Es wurde 1966 als Teil der Intercontinental-Hotelkette von Pan Am eröffnet und von der Bangkok Intercontinental Hotels Company betrieben. Es stand bis 2002, als es abgerissen wurde, um Platz für das Einkaufszentrum Siam Paragon zu schaffen. Das Siam InterContinental war Bangkoks erstes Luxushotel einer internationalen Marke und war besonders bekannt für das markante Design seines Hauptgebäudes, das vom amerikanischen Architekten Joseph P. Salerno entworfen wurde.


Auf dem Weg nach Ayutthaya halten wir am alten Bang Pa-In Königspalast, dessen filigrane Pavillons wie Juwelen auf den glitzernden Flächen miteinander verbundener Seen zu schweben scheinen. Die spiegelnden Wassern lassen die kunstvoll verzierten Dächer und Säulen doppelt erscheinen, als hätten sie einen stillen Tanz mit der Sonne einstudiert.



Zu Fuß laufen wir zu den ehrwürdigen Ruinen der ehemaligen Hauptstadt des Königreichs Siam, Ayutthaya. Zwischen überwucherten Mauern und zerfallenen Tempeln spürt man die Geschichte, deren Wiederherstellung 1956 begann, doch noch nicht so weit fortgeschritten war – ein Ort, an dem die Zeit selbst zu verweilen scheint.



Ein weiterer Ausflug in die Provinz Chonburi, chinesische Friedhöfe mit prächtigen Grabmälern im südchinesischem Stil.


Weiter nach Chonburi und dem Wat Phra Pathom Chedi in Nakhon Pathom etwa 50km westlich von Bangkok.


Dann haben wir Kanchanaburi, ganz im Westen Thailands erreicht. Die Grenze zu Burma ist nahe. Ich bin an der weltberühmten Brücke am River Kwai. Die alte Eisenbahnbrücke erhebt sich über den Fluss, ein Stück Geschichte aus Stahl und Nieten, umgeben von satten Wiesen und Palmen, die sich sanft im Wind wiegen. Am Ufer lasse ich mich nieder, verweile einen Moment und schaue auf das ruhige Dahinströmen des Wassers. Die Oberfläche glitzert im Sonnenlicht, während am Rand einige Longtailboote leise schaukeln, als warteten sie auf ihre nächste Fahrt. Schließlich steige ich in eines von ihnen, und schon rast es mit tosendem Motor flussabwärts, der Fahrtwind zerrt an mir, während das Ufer vorbeizieht wie ein lebendiger Film.


Die Fahrt endet am Chungkai War Cemetery, einem stillen Ort der Erinnerung. Zwischen akkurat gepflegten Gräbern und schattenspendenden Bäumen lastet eine erdrückende Stille. Hier, wo tausende Gefallene ihre letzte Ruhe fanden, scheint die Zeit einen Moment stillzustehen – und die Tragik des Brückenbaus wird spürbar, wie ein Nachhall, der sich nicht vertreiben lässt.


Von der hölzernen Brücke der Damnoen Saduak Road schweift unser Blick hinab auf das wogende Gewimmel des schwimmenden Marktes. Wie ein Mosaik aus bunten Farben drängen sich die schlanken Holzboote dicht an dicht, beladen mit dem Reichtum tropischer Fülle. Überbordende Körbe von Mangos, Kokosnüssen und duftenden Kräutern spiegeln sich im träge dahinfließenden Wasser. Auf wackligen Kohleöfen zischen Pfannen, es wird gebraten, gegrillt und gekocht, der Rauch zieht in dünnen Schwaden über die Menge. Zwischen den Händlerbooten manövrieren Käufer ihre Kähne, drängen sich durch das flutende Durcheinander, rufen, handeln, lachen – und alles scheint zugleich Chaos und Harmonie zu sein.



Hier ist das VIDEO von Thailand


Drei Tage
Chiangmai
Lamphun


Mit dem Flieger nach Chiangmai im Norden Thailands, für drei Tage.
Ich war am Wat Phra That Hariphunchai in Lamphun, einem beeindruckenden, goldenen Tempel,
den ich 2017 mit Erika zusammen wiedergesehen habe.
250 km sind es noch bis zum Goldenen Dreieck, damals aber für uns unerreichbar, da sich rivalisierende Opiumbauern in dieser Gegend bekämpften. Die Auswirkungen des Vietnamkrieges, dazu der Krieg im nahen Laos und im Grenzgebiet zu Myanmar. Eine gefährliche Gegend. Ein kleines Dorf in den Bergen habe ich noch besucht, neugierig umringt von Kindern und auch älteren Dorfbewohnern. Es war ein Ereignis wenn fremde, weiße Menschen in diese Gegend kamen.


Tief im Dschungel, nördlich Chiangmai bin in einem Elefantencamp, noch werden die Elefanten als Arbeitstiere beim Holztransport eingesetzt,
nicht als Touristen Attraktion, nicht zum vergnügen der Fremden. Weiter nach Norden, Richtung Chiangrai geht es nicht.
Eine Weiterreise wäre zu gefährlich.





Hier ist das VIDEO von Chiangmai & Phuket


19.3. - 24.3.1973
Phuket

Bungalowanlage Phuket Island Resort

Für fünf Tage flog ich nach Phuket, die kleine Insel im Süden Thailands, die noch ein Geheimtip war, unberührte Natur, schöne Strände und Dschungel.

Am kleinen Flughafen werden wir von einem schweizer Reiseleiter mit einem Kleinbus empfangen und in unser Hotel gefahren.
Eine der wenigen Anlagen, die es zu dieser Zeit gab. Einsam gelegen an der südöstlichen Spitze der Insel, möglicherweise oberhalb des Rawai Strandes auf einer kleinen Halbinsel. Leider kann ich heute (2025) nicht mehr die genaue Lage dieser kleinen Bungalow Anlage bestimmen.




Ein abendliches Dinner im Phuket Island Resort.


Eine Gummiplantage haben wir besichtigt und zum ersten Mal gesehen wie das flüssige, weiße Gummi aus den angeritzeten Bäumen in davor gehängte halbe Kokosnussschalen läuft. Danach zu dünnen Tuch ähnlichen Platten verarbeitet und an der Sonne getrocknet werden.

Mit dem Longtailboot fuhren wir zum Ko Tapu Felsen in der Phang-Nga-Bucht, der ab Dezember 1974 als „James Bond Felsen“ im Film „Der Mann mit dem goldenen Colt“ weltweit berühmt wurde. Im November 1973 begannen hier die Dreharbeiten. Niemand störte die Ruhe der Insel, keine anderen Boote, keine Menschen, nur die Natur.


Weiter unter den hängenden Felsen am Lot Cave und zu den Seezigeunern auf Panyee Island, wo wir herzlich begrüßt wurden.
Fremde waren noch eine Ausnahme und wurden von den Bewohnern, vor allem von den Kindern neugierig in Augenschein genommen.
Der Tourismus war hier noch nicht erfunden.


Da denke ich gerne an Pam, die mich drei Tage unter anderem auf eine winzige, unbewohnte Insel in der Andamanensee begleitete. Sie hatte ich am Abend vorher in einem kleinen Lokal in Phuket kennengelernt und sie blieb bei mir bis zu meiner Abreise. Zu der Zeit gab es auch noch keine Vergnügungsviertel, wie es sie jetzt sehr viele auf Phuket gibt. Die Stadt, eigentlich eher das Dorf war ziemlich dunkel, keine bunten Lichter oder Reklamen, keine Menschenmassen.

Auch diese kleine Insel, zu der wir gefahren sind kann ich heute nicht mehr verorten.
Es müsste aber Koh Bon (7°45'23.2"N 98°19'55.4"E), ca. 1,5 km vor der südlichsten Spitze Phukets sein, aber genau weiß ich es nicht.

Ein von Pam organisiertes kleines Boot setzte unsere sechsköpfige Gruppe am frühen Morgen nach etwa 45 Minuten Fahrt vor einem abgelegenen,
weißen Sandstrand ab. Mit dabei waren ein junges Ehepaar, ein alleinreisender Mann mit seiner einheimischen Begleiterin, Pam und ich.

Die letzten Meter legten wir durch hüfthohes, warmes Wasser zurück, da es keinen Steg gab. Oberhalb des Strandes, auf einem kleinen Plateau, stand eine schlichte Bambushütte vor der eindrucksvollen Kulisse des dichten Dschungels. Fünf steinerne Stufen führten hinauf. Die Hütte bestand aus einem offenen Bereich mit Sitzgelegenheiten sowie einem geschlossenen Raum mit Tür.

Der Strand selbst erstreckte sich über etwa 100 Meter, feiner weißer Sand, der sanft in das Meer überging. Das Wasser war glasklar und schimmerte in leuchtenden Türkistönen.

Wir haben Getränke und Wasser mitgebracht, ebenso Krabben und Fisch. Wir grillten am offenen Feuer vor der kleinen Hütte.
Das 30° warme Wasser lud zum schwimmen ein - für uns ein besonderer Tag.
Gegen Abend holte uns das Boot wieder ab.



Die KI hat geholfen das Foto aus meinem Super-8 Film zu verbessern.

2026 - Noch mehr KI, so sah sie aus.
... und ohne Sonnenbrille.

Wenn es sie noch gibt könnte sie heute so aussehen,
mit ca. 75 Jahren, sagt die KI.


Hier ist das VIDEO von Chiangmai & Phuket


26.3. - 30.3.1973
Flug mit Cathay Pacific nach
Hongkong


Hyatt Regency Hotel
67 Nathan Road, Kowloon

Knapp drei Stunden dauert der Flug, dann lande ich auf dem Kai Tak Airport Hongkong.


Der Anflug ist spektakulär, er geht tief über die Wolkenkratzer hinunter auf die ins Meer gebaute Start-und Landebahn. Nur weinge Piloten haben die Lizenz auf diesem Airport zu landen. Fünf Tage in Hongkong, der damals noch Britischen Kronkolonie folgten.



5 Sterne Luxus im Hotel Hyatt Regency Hongkong im Stadtteil Kowloon.


Am Hotel Hyatt Regency an der Nathan Road.

Straßenszenen aus Kowloon.


Von der Garden Road fährt die Tram hinauf zum Victoria Peak, von dem man einen fantastischen Blick über Hongkong Island und Kowloon hat.



Ein schmaler Fußweg umrundet den Peak und zeigt mir viele neue Ausblicke auf die Stadt.


Weltberühmt, die Ladder Street. Unzählige Stufen, die Stadt liegt am Hang.



von der Anlegestelle der Starferry im Hongkong Habour setze ich über zur Insel Hongkong.



Lange Zeit das beste Hotel der Welt, 5 Sterne Luxus, steht hier in Hongkong, das Hotel The Mandarin. An der Rezeption frage ich nach Umschlägen und Briefpapier, das gibt es hier mit Schriftzug in Gold.



Mit einer Dschunke fahre ich durch den Hafen von Aberdeen, vorbei an Hochhäusern, die schon ziemlich heruntergekommen aussehen. Das Boot fährt nahe am Wrack des damals größten Luxusdampfers der Welt, der "Queen Elizabeth", die 1969 nach einem Brand versank vorbei und deren Wrack noch halb aus dem Wasser ragte. James Bond hatte ihr seine Zentrale im Film „Der Mann mit dem goldenen Colt“ aus dem Jahr 1973.

Kurz vor Abschluss eines 5 Millionen Pfund teuren Umbaus geriet das Schiff am 9. Januar 1972 in Brand. Die Brände waren vorsätzlich gelegt, da mehrere Brände gleichzeitig im gesamten Schiff ausbrachen. Ein späteres Untersuchungsgericht stellte Brandstiftung durch Unbekannte fest. Da Tung das Schiff für 3,5 Millionen Dollar erworben und für 8 Millionen Dollar versichert hatte, spekulierten einige, das Inferno sei Teil eines Betrugs gewesen, um die Versicherungsforderung einzutreiben. Andere spekulierten, die Brände seien das Ergebnis eines Konflikts zwischen Tung, einem chinesischen Nationalisten,und kommunistisch dominierten Schiffsbaugewerkschaften gewesen.

Das Schiff rollte durch das Wasser der Feuerlöschboote auf die Seite und sank auf den Grund des Victoria Harbour. Das Schiff wurde schließlich als gefährlich eingestuft und zwischen Dezember 1974 und 1975 verschrottet. Teile des Rumpfes, die nicht geborgen werden konnten, sowie Kiel, Kessel und Maschinen blieben auf dem Grund des Hafens liegen. Das Gebiet wurde auf lokalen Seekarten als „Foul“ markiert, um Schiffe davor zu warnen, dort zu ankern. Schätzungsweise lagen noch etwa 40–50 % des Wracks auf dem Meeresboden. Ende der 1990er Jahre wurden die letzten Überreste des Wracks bei Landgewinnungsarbeiten für den Bau des Containerterminals 9 vergraben. Die Position des Wracks lautet 22°19′43″N 114°06′44″E.


Im Hafen von Aberdeen waren wir zum Essen im riesigen, schwimmenden Restaurant Sea Palace, zu dem wir mit einem kleinen Sampan gerudert wurden.
An großen, runden Tischen für jeweils 10 Personen gab es auf einer gläsernen Drehplatte in der Mitte des Tisches viele chinesische Speisen zum aussuchen.

Der Edelsteinforscher und Juwelier Eduard Gübelin fotografierte auf einer seiner Reisen anfangs der 1960er Jahre das erste schwimmende Restaurant. Nebst den vielen sichtbaren Dschunken und Sampans im Hafen eröffnete das Tai Pak Restaurant, gebaut nach Vorbild eines traditionellen, festlandchinesischen Palastes. Um 1980 wurde es an den schwerreichen, ursprünglich aus Hong Kong stammenden Unternehmer Stanley Ho verkauft. Er vereinte drei konkurrierende Restaurantschiffe unter dem königlichen Namen Jumbo Kingdom.
Interessanterweise entstand das dritte Restaurantschiff Jumbo in der Zeit der chinesischen Kulturrevolution. Damals zerstörten sogenannte rote Garden zahlreiche traditionelle Bauten und historische Denkmäler in China. Dieses Restaurant hingegen sollte an einen traditionellen, chinesischen Palast erinnern. Dies ist ein mögliches Indiz dafür, dass sich lokale Bewohnerinnen und Bewohner in Hong Kong mit chinesischen Traditionen verbunden fühlten.
Der schnell berühmte Touristenmagnet zog innerhalb von 44 Jahren über 30 Millionen Gäste an. Das Schicksal des Jumbo-Restaurantboots war dennoch besiegelt: Nach einem Besitzerwechsel wollte es der neue Eigentümer scheinbar nach Kambodscha umplatzieren. 2022 legte das wenig hochseetauglich erscheinende Restaurantschiff ab und ging nur fünf Tage später im südchinesischen Meer unter.



Auch 1973 lag im Hafen von Aberdeen schon ein ausgebranntes Restaurantschiff, es is mittlerweile nicht das einzige geblieben.


Während des Grossen Sprungs nach vorne (1958-1960) und der Kulturrevolution (1966-1976) flüchteten hunderttausende Menschen in die britische Kronkolonie. Zählte Hong Kong im Jahr 1950 noch über zwei Millionen Menschen, so kamen in Zehnjahresabständen neu jeweils etwa eine Million Menschen dazu. Riesige Wohnblöcke für zehntausende Menschen entsctanden, es gab slumartige Zustände.


Im Kontrast zu den ärmlichen Wohnblocks der Blick auf den Strand der Causeway Bay.


Ich fahre in den New Territories Richtung Norden, so weit es geht, bis an den
Hauptgrenzfluss zwischen Hongkong und der Volksrepublik China, dem Sham Chun River, der auch als Shenzhen River bekannt ist.
Dieser Fluss bildet zusammen mit der Deep Bay und der Sha Tau Kok River die natürliche Grenze zwischen Rot-China und Hongkong.
Die Grenze darf nur aus der Ferne betrachtet werden.


28.3.1973

Eigentlich war noch eine Fahrt mit einem Schnellboot nach Macao geplant.
Auf Grund des Wetters wurde diese Fahrt aber abgesagt. Schade - aber, da meine Reisekasse deutlich geschrumpft war, kam es mir ganz gelegen etwas Geld einzusparen.
Nahe des Hyatt Regency Hotels lag das San Francisco Steakhouse in der
67 Peking Road, Kowloon.
Deshalb gab es an diesem Abend erstmal was gutes zu Essen.

San Francisco Steakhouse
67 Peking Road, Kowloon



Bei unserem Besuch in Hongkong 2016 musste ich feststellen, das es dieses Hotel nicht mehr gibt. Jetzt steht ein großer Komplex an der Stelle des Hotels, inclusive dem Standort des damaligen Steakrestaurants. Die Stadt hat sich gewaltig verändert.
Großflächige Landgewinnung haben die Insel Hongkong vergrößert.


Hier ist das VIDEO von Hongkong

31.3.1973
Bangkok Royal Hotel

Rückflug Sonntag 1.4.1973

Rückflug: Bangkok (BKK) → Frankfurt (FRA)
Der Rückweg folgte einer ähnlichen geografischen Logik, nutzte jedoch Karachi als technischen Stopp für Crew-Wechsel oder zum Auftanken.
* Start: Bangkok (BKK).
* Südostasien: Flug über Myanmar (damals Birma) und den Golf von Bengalen.
* Zwischenstopp: Karachi, Pakistan (KHI). Der Jinnah International Airport war in den 70ern der wichtigste Knotenpunkt für fast alle Flüge zwischen Europa und Asien.
* Zentralasien/Nahost: Überquerung von Belutschistan, dem Iran und der Türkei.
* Europa: Rückflug über Südosteuropa nach Deutschland.
* Ziel: Frankfurt am Main (FRA).


Viele weitere Reisen sollten folgen.


Viele dieser Fotos haben eine schlechtere Qualität. Es sind Kopien von Dias und aus meinem Super 8 Film.
Die Original Filme sind in der Rubik:
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zu sehen.