CHINA - Rundreise
06. bis 26. September 2010


von Erika C. Münch

Shanghai

17. Tag - Freitag, 24.09.2010


Heute wird ein schöner Tag, alles Super.

Das Hotel, unser Zimmer, das Bett ist toll und vor allen Dingen das Frühstücksbüffet lässt keine Wünsche aufkommen. Überall nur fröhliche Gesichter, die Sonne scheint, einfach alles Klasse.
Um 8.30 Uhr fahren wir los und das was wir vom Bus aus sehen, lässt uns Staunen. Große Straßen, manchenorts 4-5 Straßen übereinander. Fußgängerüberwege über den Fahrbahnen.


Große Bäume, die auch wohl schon groß gepflanzt wurden säumen die Fahrbahnen. Die Skyline, so hohe Häuser habe ich noch nicht gesehen. Sehr viele, aber nicht hässlich, wie ich gedacht hatte, sondern in ihrer Form und Gestaltung sehr unterschiedlich. Die Sonne zeigt sich in den verspiegelten Glasfassaden. Die Stadt hat sich besonders herausgeputzt, sie ist in diesem Jahr Veranstalter der Weltausstellung, die am Ufer des Huangpu Flusses stattfindet.
Wir schauen und staunen auf dem Weg zur Innenstadt. Unser erster Stop ist die Altstadt von Shanghai.

Wir halten am  Jadebuddha-Tempel. Es ist ein buddhistischer Tempel im Shanghaier Bezirk Jing’an. Er wurde im Jahr 1882 mit zwei Jade-Buddha Statuen gegründet, die aus Myanmar auf dem Seeweg nach Shanghai gebracht wurden. Die sitzende Buddhastatue ist 1,95 Meter hoch und wiegt 3 Tonnen. Die kleinere, liegende, Buddhastatue stellt Buddhas Tod dar. Im Tempel befindet sich außerdem noch eine größere liegende Buddhastatue aus Singapur, die oft mit der anderen Buddhastatue verwechselt wird.
Nach dieser Besichtigung geht es weiter zum über 400 jährigen Yu-Garten, der 1559 von Pān Yǔnduān, einem hohen Beamten der Ming-Dynastie, als Privatgarten für seinen Vater in einem Gelände von zwei Hektar erbaut wurde. Während des ersten Opiumkrieges, des Taiping-Aufstandes und während des zweiten Japanisch-Chinesischen Krieges wurden die Parkanlagen beschädigt. Ende der 1950er Jahre wurde die Gartenanlage renoviert und der Park 1961 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Garten steht seit 1982 auf der Liste der Denkmäler der Volksrepublik China in Shanghai. Es ist eine ruhige Oase, denn in der angrenzenden Altstadt tobt der Bär. Auf dem Weg dort hin müssen wir durch das renovierte, bzw. neu erbaute Altstadtviertel. Hier tummeln sich die Touris aus der ganzen Welt. Trotzdem bekomme ich nun endlich ein schönes großes Mah-Jongg-Spiel zu einem gutgehandelten Preis. Jetzt haben wir alle Souvenirs beisammen. Allerdings muss ich jetzt auch dieses schwere Teil erst einmal schleppen. Wir wollten ja auch noch zur Zick-Zack-Brücke, aber da war der Andrang zu groß, dass wir uns entschieden haben einen schattigen Platz zu suchen und dem Treiben zu zuschauen.


Es war ein Platz an dem das Maskottchen Haibao der Weltausstellung stand. Hier wurden alle chinesischen Kinder fotografiert, die in der Nähe rumliefen. Schluchten gab auch zu essen, aber es roch für unsere Langnasen nicht so gut. Es wurde uns aber auch nicht langweilig dem Treiben zu zuschauen. Nachdem wir wieder mit unserer Reisegruppe zusammengetroffen waren, fuhren wir zu einem Restaurant, was nicht gerade toll war, aber ich denke, dass es hier noch teurer ist und Berge&Meer nichts anderes bekommen hat. Meckern wollen wir heute auch nicht, sondern genießen. Bei herrlichem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen geht die Fahrt nach Pudong zum 420 Meter hohen Jin Mao Tower, um dann mit hoher Geschwindigkeit, in 45 Sekunden die Aussicht in der 88. Etage, auf 340 Meter, zu erreichen.




In der Mitte der Aussichtsetage blickt man hinunter in die Lobby des Hyatt Hotels, die sich in der 53. Etage befindet. Darüber ein riesiges Pendel, das das Hochhaus bei Erdbeben sichern soll. Wieder auf der Straße Fotos von unten nach oben. Dann Weiterfahrt zum Transrapid.


Der Transrapid Shanghai ist eine Magnetschwebebahn, die am 31. Dezember 2002, zwischen der Station Lóngyáng-Straße in einem Außenbezirk Shanghais, nahe dem Messezentrum Shanghai New International Expo Centre und dem Flughafen Pudong den Betrieb aufnahm. Für die 30 km lange Strecke braucht die Bahn 7 Minuten und 18 Sekunden. Nach 3½ Minuten (zurückgelegte Strecke: 12,5 km) ist die Betriebshöchstgeschwindigkeit von 430 km/h erreicht. Sie wird für 50 Sekunden gehalten, bevor die Verzögerungsphase (wiederum 12,5 km) beginnt. Die Durchschnittsgeschwindigkeit auf dieser Strecke beträgt 247 km/h. Für uns der nächste Höhepunkt, die Anzeige zeigt 431 Km/h. Der Gegenzug, ein kurzer Knall, etwas wackeln, schon vorbei. Kaum zu merken.
Einmal zum Flughafen Pudong und wieder zum Ausgangspunkt zurück, sehr schnell und tolle Technik.


Einige Gäste unserer Gruppe haben eine Hafenrundfahrt gebucht, wir haben uns entschieden am sogenannten Bund, an der langen Uferpromenade am westlichen Ufer des Huangpu-Flusses gegenüber der Sonderwirtschaftszone Pudong, den Nachmittag zu verbringen. Die Skyline bei Sonnenuntergang, die Spiegelung der Sonne in den Häusern und im Wasser. Ich hätte nie gedacht das es mich mal so faszinieren würde. Viele Menschen stehen und staunen, machen Fotos, so wie wir und sind begeistert.


Zur inneren Harmonie sind wir dann hinüber ins Peace-Hotel, das wurde uns von Michael empfohlen. Dieses Hotel ist vor drei Jahren renoviert worden und es ist ein Schmuckstück. Die besten Toiletten in ganz China, na ja fast. Natürlich sind die Preise für Übernachtungen und Verzehr dem entsprechend, aber mir hat das was ich gesehen habe sehr gut gefallen.
Nach dem wieder nicht so guten Abendessen in einem Lokal  „unter dem Bund“, konnten wir dann ab 19.00 Uhr erleben wie die Lichter der Skyline angingen und wir wieder tolle Motive vor die Linse bekamen. Mit dem Bus geht die Lichterfahrt weiter, selbst die unzähligen Hochstraßen, die oft in mehreren Etagen übereinander laufen, sind von unten mit blauen Lichtbändern beleuchtet.


Die Hochhäuser sind von Lichtern eingerahmt, wir kommen vorbei am Expo-Gelände, an der Oper und dem Musiktheater und dann zu Fuß durch das französische Viertel, in dem auch das Parteihaus von Mao zu sehen ist. Als wir gegen 22.30 Uhr zurück ins Hotel kommen, sind wir total erledigt vom vielen schauen und von den vielen Eindrücke.
Trotzdem schlafen wir schnell ein.







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