CHINA - Rundreise

06. bis 26. September 2010


von Erika C. Münch

X'ian - Terrakotta Armee

4. Tag - Samstag, 11.09.2010

Nach einer schlimmen Nacht auf einer viel zu harten und feuchten Matratze sind wir zum Mausoleum Qin Shihuangdis ca. 36km nordöstlich von X’ian, dem Ausgrabungsort der Terrakotta-Armee gefahren.


In einer riesigen Halle ist die erste Grube zu sehen, welche eine Grundfläche von über 14000 Quadratmetern hat. In ihr befinden sich zirka 6000 beeindruckend große Terrakottasoldaten und 40 vierspännige Kriegswagen mit Pferden aus Bronze oder Ton. Die Gruben der Terrakotta-Streiter sind unterirdisch angelegt. In den Gruben wurden die Figuren in Korridoren aufgestellt, welche durch Bereiche aus Stampflehm voneinander getrennt waren. Es gibt vier dieser Gruben, noch nicht alles ist für die Öffentlichkeit. Der Andrang der Reisegruppen ist sehr beeindruckend. Immer wieder steht man im Weg, wenn Chinesen unbedingt ihre Angehörigen vor den steinernen Soldaten fotografieren müssen. Unsere Reiseleiterin ist Frau Xyn (Schnell). Sie heißt nicht nur so, sie spricht auch so und viel, ohne Luft zu holen und vergisst dabei die Zeit. Uns wurde es zu langweilig, weil, man kann alles zu Hause nachlesen, hier möchte ich alles erleben, schauen und auf mich wirken lassen.


Also sind wir alleine los und schauen uns im angrenzenden Terrakottamuseum um. Wir waren natürlich auch schon eher mit allem fertig, genau gesagt um 12.30 Uhr. Treffpunkt war am Eingang, bzw. Ausgang um 13.00 Uhr. Natürlich war meine Aufregung groß, wir hatten keine Telefonnummer vom Reiseleiter, denn wir entfernen uns ja nicht soweit und ich hatte große Angst vergessen zu werden. Unsere Reisegruppe kam aber erst um 13.40 Uhr. Durch das permanentes ! Extra ausführliche Gequatsche unserer Reiseführerin haben wir an diesem Tag viel Zeit verloren. Das Mittagessen gab es in einem, ich will mal so sagen Haus der Begegnung, im sozialistischen Sinne. Natürlich ist es auch schon in die Jahre gekommen. Das Essen ging so, wieder das Gleiche wie tags zuvor. Nach dem guten Essen fahren wir vorbei an vergitterten Häusern, für uns sehr komisch, was soll das bedeuten? Auf unsere Frage kommt eine lange Erklärung. Hier die Kurzform. Die Gitter schützen vor Einbruch und Mord. Deshalb sind auch die Fenster in der sechzehnten Etage vergittert. Die Fahrt ging zur Jadeschnitzerei. Es sollte mal wieder gekauft werden. Was uns gefiel war zu teuer, also ganz schnell wieder raus. Nach dem Abendessen kommt für uns der beste Teil der Stadtrundfahrt. Mittlerweile wurde es dunkel und die Lichter gingen an. Zum Teil war die Grenze zu „Oh wie schön“ und kitschig hauch dünn. Wir sind am Furong Lake.


Vor der Kulisse der beleuchteten  Wildganspagode wird auf die Länge von 200 m eine Wasserorgel in verschiedenen Farben, Formen und Höhen nach klassischer Musik gespielt. Amerikanisch bunt, mit unzähligen LEDs beleuchtet, Lokale, Freizeitspaß für Chinesen. Natürlich waren wir nicht alleine, hunderte Menschen schauen begeistert dem Spektakel zu. Ein gelungener Abschluss des Abends in Xi’an. Die Häuser, nein, eigentlich ist alles beleuchtet. Sehr außergewöhnliche Straßenlaternen, wie z.B. riesige weiße Bälle, oder eckige Säulen. Natürlich würden wir lieber jetzt noch ein bisschen laufen und fotografieren, aber Frau Schnell war zu langsam. Ein Busstop gab es aber dann doch noch am Drum Tower.


Rund um den Turm findet jeden Abend ein Nacht- bzw. moslemischer Nachtmarkt statt. Eine Garküche neben der anderen, frische Nudeln werden auf der Straße hergestellt, viele exotische, für uns ungewohnte Speisen, fremde Gerüche, mal gut, mal weniger gut. Nach einem Rundgang fahren wir dann zurück in unser Hotel und dann ab ins Bett.






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