CHINA - Rundreise
06. bis 26. September 2010



von Erika C. Münch

Chongqing

9. Tag - Donnertag, 16.09.2010


Liebes Tagebuch wir sind in Chongqing, der größten Stadt der Welt, dem Ende unserer Flussreise angekommen. Heute heißt es von unserer ach so liebgewordenen Kabine auf der Viktoria 1 Abschied zunehmen.


Nach dem Frühstück verlassen wir das Schiff und fahren mit dem Bus, mit einem neuen Reiseleiter zum Eling Park, der auf einer Anhöhe inmitten des zentralen Yuzhon-Bezirkes liegt, so dass eine wunderbare Aussicht auf weite Teile der Stadt Chongqing gegeben ist. Der Park wurde 1909 – am Ende der Qing-Dynastie – von einem reichen Geschäftsmann erbaut und 1958 renoviert. Im gut gepflegten Garten sind hunderte Pflanzenarten in unterschiedlichen Szenerien zu entdecken. In einem Teehaus bekommen wir eine Teezeremonie und natürlich sollen wir wieder etwas kaufen, also schnell wieder raus.


Der Park ist viel schöner und ein paar Chinesen haben ihre Vögel in Käfigen mitgebracht die nun alle gemeinsam, fröhlich trillern.
Wir laufen über die überdachte Ronghusheng Brücke, dem bekanntesten Kennzeichen des Eling Parks. 
Nachdem unsere Koffer umgeladen wurden, wir mal wieder etwas gegessen haben und für unsere innere Harmonie gesorgt haben, geht die Fahrt weiter nach Dazu zu den Felsskulpturen von Dazu.  Fast 50.000 Statuen sind zu sehen – wobei sich vollplastische Gestalten mit Halb- oder Flachreliefs abwechseln – mit über 100.000 chinesischen Schriftzeichen und Inschriften.

Die Erschaffung der religiösen Felsskulpturen datiert auf das 7. Jahrhundert zurück. Die Hauptschaffensperiode erstreckte sich vom 9. bis ins 13. Jahrhundert nach Christus zurück und fällt somit in die Tang- und Song-Dynastie. Die Stätte befindet sich in steilen Hängen des Kreises Dazu. Es ist ein sehr schöner, harmonischer Park. Anschließend Weiterfahrt nach Zigong, eine bezirksfreie Stadt in der südwestchinesischen Provinz Sichuan. Im Huidong Hotel bekamen wir ein sehr schönes Hotelzimmer.
Hier in Südchina ist es sehr schwül und heiß, die Sonne ist zwar kaum durch den Dunst zu sehen, aber sie ist da und ich muss aufpassen, dass sie mich nicht verbrennt. Hier in Zigong wird Salz abgebaut und es gibt Rohre in denen das Salz durch die Stadt transportiert wird. Die Städte durch die wir fahren sind sauber. Manchmal sieht man vom Bus aus Getreide (meistens Reis) auf dem Gehweg liegen, der ab und zu zum trocknen gewendet wird. Bananenbäume wachsen überall, mit kleinen Bananen, die man aber nicht essen kann. Die Harmoniepausen werden auch immer abenteuerlicher, meistens bestehen sie nur aus einer Rinne und kleinen Mauern als Abtrennung ohne Tür.
Am Abend machen wir einen kleinen Bummel durch die Stadt mit ihren vielen Lichtern und viel Straßenlärm.


Da unser Hotel direkt an einer großen Straßenkreuzung (Huidong Road, Ecke Dangui Street) lag, an der sogar die Ampel Musik machte und große Lichtreklametafeln mit den neuesten Errungenschaften der Neuzeit lautstark warben, hatten wir schon Angst um unsere Nachtruhe, aber siehe da, ab 22.00 Uhr absolute Ruhe, natürlich bis auf den Straßenverkehr, der störte aber nicht weiter. Nach einem Bierchen in der Bar klang der Tag dann auch aus. Bis morgen!







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