CHINA - Rundreise
06. bis 26. September 2010


von Erika C. Münch

Emei Shan - Heiliger Berg

11. Tag - Samstag, 18.09.2010


Es ist diesig und es regnet leicht, kein guter Tag um auf einen Berg zu fahren. Michael beruhigt uns und meint das es oben schon wieder ganz anders aussehen kann. Trotzdem sollen wir Jacken und Schirme mitnehmen. Wir fahren mit einem Gas betriebenen Auto, das auf halber Strecke Wasser nachfüllen muß.

Dann konnten wir, dank Reiseleiter, der einen Bekannten bei den Kontrolleuren der Zufahrt hat, bis zur Seilbahn vorfahren. Eine östereichische Firma hat diese Bahn gebaut und es passen 100 Chinesen rein, mal sehen wie viele Deutsche.
Der Fahrpreis beträgt 120 Yuan pro Person. Es ist immer noch sehr nebelig und wir sehen fast nichts. Wir fahren auf 3100 m hoch und da sind sie wieder, die vielen Treppen, die man erklimmen muss um Buddha zu huldigen. In dieser dünnen Luft etwas mühsam, aber wir haben ja Zeit. Stufe um Stufe geht es nach oben. Dann noch eine breite Treppe, wir schauen nach oben, der Nebelschwaden verzieht sich und die Sonne gibt den Blick auf die riesengroße, goldene Samantabhadra Statue frei. So was habe ich noch nie gesehen, die ganze Atmosphäre hat etwas mystisches.


Die Statue ist 48 Meter, sie stellt Samantabhadra auf drei Elefanten dar. Sie besteht aus Kupfer, ist mit Gold überzogen und gilt als größte goldene Buddha-Statue der Welt. Die Figur misst 42 Meter, dazu kommt ein rund 6 Meter höherer Sockel. Im Inneren der Statue befindet sich ein Tempel. Wir hören Mantra Gesänge, die über die ganze Anlage klingen, die Stimmung kann man nicht in Worte fassen, das muss man erleben. Einige Gläubige kriechen auf den Knien, unter Schmerz verzerrten Gesichtern die Stufen hoch und beten. Man spürt dass es ein heiliger Ort ist und wir fühlen uns sehr wohl hier.
Nach dem Mittagessen fahren wir mit der Seilbahn wieder hinab von diesem besonderen Ort, den sich Chinesen, auch zu Maos Zeiten bewahrt haben. Wir besuchen nun das Wannian Kloster, Tempel der 10000 Jahre, einer der wichtigsten am Emei Shan Berg, in dem viele Mönche ein zu Hause gefunden haben.


Mit einer kleineren Seilbahn für 6 Personen, 110 Yuan pro Person fahren wir den nicht ganz so hohen Berg rauf. Es ist nur eine kleine Gruppe die mit uns die Seilbahn benutzt.


Die Anderen laufen 45 Minuten bergauf auf 1080 m. Auch hier wieder Stufen und Affen, die, wie sich herausstellt ganz schön schlimme Burschen sind, die klauen, was das Zeug hält und man muss schon auf seine Sachen aufpassen, am Besten man nimmt nichts mit ins Kloster. Der Andrang ist auch hier sehr groß und die besten Fotoplätze sind ständig belegt. Ein sehr schönes Kloster , aber im nächsten Leben werde ich ganz bestimmt kein Buddhist, bei diesen ganzen Stufen und Bergen. Ist doch bei uns viel einfacher in eine Kirche zu gehen um Gott nah zu sein. Es duftet nach ganz vielen Räucherstäbchen.
Zum Abendessen sind wir wieder in unserem Hotel und nach dem nicht so guten Essen treffen wir uns noch auf ein Bierchen. Nur leider hat die Kellnerin mal wieder kein kaltes Bier und auch nicht genug, also machen wir uns auf dem Heimweg und ab ins Bett nach einem sehr religiösen, mystischen Tag.







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