CHINA - Rundreise
06. bis 26. September 2010


von Erika C. Münch

Chengdu

12. Tag - Sonntag, 19.09.2010


Wie immer stehen wir früh auf und nach dem Frühstück geht es mit dem Elektrobus zum Nonnenkloster FuHu Si in die Berge von Emei Shan. Erbaut wurde der Fuhu Si während der Tang-Dynastie (618 – 907), zu einer Zeit, als sich in den dichten Wäldern des Emei Shan noch Tiger rumtrieben. Man versprach sich Schutz vor den Raubtieren. Mit sechs Hallen zieht sich der Fuhu Si den Berghang hinauf. Da ist wieder mal Treppensteigen angesagt. Rundherum alte hohe Bäume. Die Feuchtigkeit tropft von den Blättern, Vögel zwitschern.  Vor den Treppen sehen wir Chinesen die Säcke mit Zement füllen, damit zu einer Waage laufen, gewogen und in ein Buch eingetragen werden, um dann einen steilen Weg hinauf gehen mit einem sehr schweren Sack. Zur allgemeinen Belustigung stelle ich mich mit allen Habseligkeiten auf die Waage, großes Staunen und Gelächter ist die Folge.


Im Kloster gab es viele Hallen mit lebensecht gestalteten Mönchsstatuen und viele Buddhas. Einige Hallen waren wie Kreuze ausgerichtet. Der Duft von Räucherstäbchen liegt in der Luft. In einem der oberen Räume, hunderte goldene Buddha- und Mönchsfiguren in allen Größen. Fotomotive ohne Ende. Heute ist wieder ein heißer schöner, wenn auch schwüler Tag und wir verweilen einige Zeit auf einer Bank im Kloster.
Um 10.30 Uhr fahren wir dann weiter nach Chengdu, der Hauptstadt der Provinz Sichuan. Unterwegs gibt es was zu Mittag, natürlich chinesisch. Seit einiger Zeit stellen wir jeden Tag einen Speiseplan auf. Heute steht die Currywurst mit Pommes ganz oben auf der Liste. Wasser, Bier und Tee möchte ich auch nicht mehr. Außerdem sind die Getränke warm. Alle sind etwas quengelig.
Chengdu hat 14 Mio. Einwohner und ein mildes, subtropisches Klima. Der Besuch in den Geschäftsstraßen von Chengdu hat sich wirklich gelohnt.


So viele hübsche, gutbekleidete junge Menschen habe ich noch nie gesehen. Diese Region sagt man, ist bekannt für die hübschen Mädchen und sehr begehrt bei den Männern, zu recht. Man sieht keine dicken Chinesen, nach Kleidung oder Schuhen brauchen wir in den Geschäften nicht zu schauen, es würde uns nichts passen. Heute ist Sonntag und die Geschäfte haben alle geöffnet, es ist ein großes geschäftiges Treiben wohin man auch schaut. So viele Menschen in toller schicker Garderobe. Ich fühle mich alt und unpassend gekleidet und trotzdem möchten sich die Leute mit uns fotografieren lassen. Nach diesem schönen Spaziergang durch die schönen bunten Straßen fahren wir weiter ins Jingchuan Hotel.

Nach dem Essen noch auf ein Bier in die Bar und dann ins Bett.







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